Regen am Hochzeitstag: Fällt das Brautpaarshooting wirklich ins Wasser?

Regen am Hochzeitstag ist eine der Sorgen, die Brautpaare in den Wochen vor der Hochzeit immer wieder umtreibt. Und ich verstehe das absolut. Ihr habt diesen einen Tag geplant, ihr wollt schönes Wetter haben und so viel Zeit wie möglich draußen verbringen. Und dann kündigt der Wetterbericht plötzlich Regen an. Die gute Nachricht zuerst: Euer Brautpaarshooting fällt deswegen nicht aus.

Ich erzähle euch, wie wir bei Regen vorgehen, damit ihr euch die Vorfreude auf den Tag nicht vermiesen lasst.

Regnet es an Hochzeitstagen wirklich den ganzen Tag?

In meiner gesamten Zeit als Hochzeitsfotograf habe ich nur einmal oder zweimal erlebt, dass es von morgens bis abends durchregnete. Viel häufiger ist das hier: Es zieht durch, es klart kurz auf, dann tröpfelt es wieder, dann wird es trockener. Über den ganzen Tag verteilt gibt es fast immer Zeitfenster, in denen kein Regen fällt. Diese Zeitfenster können wir gut für eure Paarbilder nutzen.

Plan A: Wir nutzen die trockenen Phasen

Während des Tages habe ich das Wetter im Blick. Sobald sich abzeichnet, dass es für zehn oder zwanzig Minuten trocken ist, komme ich auf euch zu und wir gehen kurz raus. Statt eines klassischen Paarshootings am Stück splitten wir das Ganze einfach auf. Mal sind es zehn Minuten nach der Trauung, mal ein paar Minuten nach dem Aperitif, mal eine Viertelstunde, während eure Gäste sich gerade über den Nachtisch unterhalten.
Im Sommer haben wir zusätzlich den Vorteil, dass es abends länger hell ist. Die Stunde vor Sonnenuntergang ist für Hochzeitsbilder ohnehin eine besonders gute Zeit. Wenn die Wolken sich am späten Abend lichten und das Licht weich durchkommt, gehen wir genau dann raus.

Plan B: Wenn es wirklich von morgens bis abends durchregnet

Sollte es tatsächlich der seltene Tag sein, an dem keine einzige Pause kommt, gibt es zwei Varianten.

Variante 1: Eure Location hat einen überdachten Außenbereich. Das kann eine Arkade sein, ein Pavillon, ein Innenhof mit Vordach, eine Veranda oder eine schöne Brücke. Dort gehen wir trotzdem raus, ihr bleibt aber komplett trocken. So können wir trotz Regen draußen fotografieren.

Variante 2: Wir verlegen das Brautpaarshooting komplett nach innen. Ich werde in der Location nach passenden Räumlichkeiten suchen. Indoor-Spots können einiges hergeben: ein Gewächshaus, ein historisches Schloss, ein modernes Loft, eine helle Hotellobby oder ein Saal mit großen Fenstern, hinter denen weiches Tageslicht hereinfällt.

Eine Option ist auch der Raum, in dem ihr esst. Wenn dort runde Tische mit eurer Blumendeko stehen und durch die Fenster gutes Licht hereinkommt, ist das eine schöne Kulisse. Die Bilder zeigen dann zusätzlich eure tatsächliche Hochzeit, mit eurer Deko, eurer Stimmung, eurem Tag.

Was bedeutet das für euch?

Ehrlich gesagt sehr wenig. Ihr müsst euch keinen Notfallplan überlegen, ihr müsst keine zweite Location buchen, ihr müsst auch nicht den Wetterbericht im Minutentakt checken. Das ist meine Aufgabe. Eure Aufgabe ist es, den Tag zu genießen und mit eurem Partner oder eurer Partnerin diesen besonderen Moment zu erleben. Wenn ich auf euch zukomme, weil sich gerade eine trockene Phase oder eine gute Lichtsituation ergibt, geht ihr einfach kurz mit. Den Rest mache ich.

Zusammenfassung

  • Komplett durchregnen tut es an Hochzeitstagen extrem selten, fast immer gibt es trockene Zeitfenster

  • Bei wechselhaftem Wetter splitten wir das Brautpaarshooting auf und nutzen die trockenen Phasen über den Tag verteilt

  • Im Sommer können wir zusätzlich das späte Abendlicht nutzen

  • Sollte es doch durchregnen, nutzen wir entweder überdachte Außenbereiche wie Arkaden, Pavillons oder Innenhöfe

  • Alternativ verlegen wir das Shooting nach innen, zum Beispiel in ein Gewächshaus, ein Schloss, ein Loft oder den festlich geschmückten Speisesaal mit großen Fenstern

  • Für euch heißt das: einfach den Tag genießen, alles andere ist meine Aufgabe

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